Willkommen

Immer mehr Menschen, auch wir Frauen mit Lebenserfahrung ab 50, entdecken das Internet für sich. Das ist sehr erfreulich! Dieser Blog ist in erster Linie für alle Frauen über 50 gedacht. Da ich mich selbst in der Altersgruppe der Mittfünfzigerin befinde, fällt mir auf, dass „unsere“ Altersgruppe und die Jahrgänge darüber erst recht, eher “nebensächlich” behandelt werden. Frauen ab ca. 45 Jahren sind für die Gesellschaft zwar sehr wichtig, aber offenbar nicht mehr so interessant. Dieses spiegelt sich nicht nur im Alltag, sondern auch im Internet wieder. Es gibt wenig für unsere Interessen, Probleme, Bedürfnisse. Dabei sind wir eine Generation, die unglaublich viel Potenzial hat, wir sind die Zielgruppe überhaupt !! Somit kam mir die Idee, eine Seite nur für uns zu erstellen, auf der wir uns austauschen können. Diese Seite ist ausbaufähig und lebt von euch, euren Anregungen, Bedürfnissen, Erlebnissen und Problemen.

In der Regel haben wir schon einiges „hinter uns“ und dennoch sind die Lebensumstände unserer Generation 50+ sehr vielfältig. Wir gehören noch lange nicht zum „alten Eisen“, starten oft sogar nochmal so richtig durch. Viele von uns sind Partnerin, Geliebte, Ehefrau, Mutter und (schon) Großmutter, Schwester und (noch) Tochter. Manche, wie ich, alles gleichzeitig. Viele sind auch Single. In erster Linie sind wir aber wir selber! Es ist nicht egoistisch, auch wenn wir anders erzogen wurden, auch oder sogar insbesondere an uns selbst zu denken. Xavier Naidoo beschreibt es treffend in einem seiner Songs: „Erst kümmere Dich um Dich, dann kümmere Dich um uns“. Wir können nur für unsere Liebsten und Mitmenschen da sein, wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, wenn wir dafür sorgen, gesund und glücklich zu sein. Ein kränkelnder oder unzufriedener Trauerkloß hilft niemandem wirklich.

Jede einzelne dieser oben aufgezählten Lebensumstände birgt unglaublich viele Freuden, Ängste, Probleme, Abwechslung und Aufregung. Ich weiß nicht, ob es gelingt, dass jede von euch sich hier wiederfindet. Viele von uns sind berufstätig, in Voll-oder Teilzeit oder selbstständig. Andere sind ausschließlich Hausfrau, arbeitslos, in Frührente, krank. Das Leben ist unglaublich bunt. Das fällt mir besonders beim Schreiben dieser Zeilen auf.

Wir alle miteinander können hier nicht alle Themen gleichzeitig behandeln. So eine Seite muss wachsen und das dauert eine Weile. Ich habe mir vorgenommen, spontan mit den Themen zu beginnen, die mich gerade beschäftigen. Da ich Ehefrau und Geliebte, mehrfache Mutter und Großmutter bin, Geschwister, Nichten und Neffen und zum Glück auch noch beide Elternteile habe, zudem  Vollzeit berufstätig bin und eine Abteilung leite , denke ich, dass hier viele Themen abgedeckt werden können.

Dank der Tatsache, dass mein Ehemann beruflich mit Computern zu tun hat, gehörte ich schon verhältnismäßig früh zu den Frauen mit eigener E-Mail-Adresse. Das berufliche klammere ich hier mal aus. Dort waren wir etwas (aber wirklich nur etwas) früher dran. Ich spreche hier davon, dass wir zuhause einen eigenen Rechner angeschafft haben und ich eine eigene private E-Mail-Adresse bekam. Das war im Juni 1995. Anfangs konnte ich diese nur spärlich nutzen. Ich wurde weder mit Newslettern zugemüllt, noch hatte ich einen überfüllten Spam-Ordner. Vielmehr vergingen Tage ohne jede Nachricht. Einmal in der Woche in meinen Ordner zu sehen, war schon etwas übertrieben. Denn keine meiner Freundinnen oder kaum einer der Verwandten hatte einen Computer, geschweige denn, eine E-Mail-Adresse. Und wenn es einen Computer gab, interessierten sich fast ausschließlich die Männer dafür. Ein Handy besaß ich zu dieser Zeit natürlich auch noch nicht. Das erschien mir sowieso völlig überflüssig. Es dauerte 3 weitere Jahre, bis meine 17 Jahre jüngere Schwester mir ein Gratis-Handy mit einem 0 – DM – Vertrag besorgte, nur, weil ihr dieses durch ihre Firma (spezialisiert auf Computer) möglich war und ich das Angebot (etwas zögerlich) annahm. Natürlich nur für den absoluten Notfall. Es war ähnlich, wie mit dem Computer: Ein Handy erschien mir alles andere als notwendig, nahm aber nicht allzu viel Platz in meiner geräumigen Handtasche ein. Nun denn. Aber ich konnte nun sowohl per Mail als auch per Handy kontaktiert werden. Rückblickend ist es schon erstaunlich, wie sich so nach und nach die Technik in nicht nur mein, sondern unser aller Leben eingeschlichen hat. Auch in eures, sonst würdet ihr das hier nicht lesen ;-).

Heute kann ich gar nicht mehr ohne. Nicht ohne Internet, nicht ohne Handy. Ich besitze seit 4 Jahren ein Smartphone, habe seit mindestens 7 Jahren einen (eigenen) Laptop zusätzlich zu unserem Rechner und seit Weihnachten 2013 auch noch ein eigenes Tablett (ist so schön bequem beim Fernsehen schauen, ich kann es ohne Probleme mit in meinen Kuschelsessel nehmen). Nichts davon möchte ich missen. Und mein persönlicher Einstieg in das Computerzeitalter  liegt noch keine 20 Jahre zurück!! Juni 1995 und heute, dazwischen liegen technische Welten (für mich).

Vor ca. 7 Jahren begann ich erstmals, mich in einem sogenannten Social Network anzumelden. Damals zunächst eine rein deutsche Seite. Gebührenpflichtig, falls Fotos eingestellt werden sollten oder angesehen werden durften, die Suchfunktion lief ausschließlich über Schulen zu Schulkameraden. Anfangs fand ich nur einen einzigen Mitschüler aus meiner fernen Vergangenheit, wohl aber diverse Mitschülerinnen und Mitschüler meiner Kinder. Nach und nach wurde es aber mehr. Allein daran kann ich verfolgen, dass das Netz immer häufiger von meinen Altersgenossinnen und Genossen und denen knapp darunter und darüber genutzt wird. Die Anzahl wächst stetig. Dieses merke ich auch an den Freundschaftsanfragen bei Facebook und Co.

Nach und nach werden hier diverse Kategorien entstehen, in denen ihr stöbern und nachlesen könnt. Themen, die vielleicht auch mal Trost und Rat spenden in dem Sinne, dass ihr erkennt: es geht nicht nur euch allein so. Andere haben die gleichen oder ähnlichen Erfahrungen gemacht. Das alles braucht Zeit. Wie umfangreich dieser Blog wird, liegt auch mit daran, inwieweit ihr euch einbringt. Scheut euch nicht, Kommentare abzugeben. Diese sollten aber auf jeden Fall sachlich und fair bleiben. Gerade vorgestern habe ich einen Beitrag über eine Miss-Wahl gelesen. Es ging um die Wahl der Miss Niedersachsen, eine hübsche blonde junge Frau. Es standen nur 4 Kommentare darunter:

Kommentar 1: Oh ne, wieder so ein Elfmetergesicht, kotz.

Kommentar 2: Ja, da hast Du recht. So viele schöne Mädels dabei und es gewinnt wieder so  eine Kackbratze!

Kommentar 3: (vom Verleger): Wir bitten darum, fair zu bleiben und beleidigende Kommentare zu unterlassen.

Kommentar 4: (Verfasserin des Kommentares Nr. 2) Das ist nicht beleidigend, sondern die Wahrheit.

Ich denke, hier ist jeder weitere Kommentar überflüssig. Ich wage auch zu behaupten, dass wir gestandenen Frauen uns nicht auf ein derartiges Niveau begeben werden.

Wenn ihr etwas anzumerken habt, was nicht als Kommentar zu lesen sein soll, schreibt mir bitte eine E-Mail. Die E-Mail-Anschrift ist unter Kontakt hinterlegt.

Ich freue mich auf eure Meinungen und Anregungen!!

Kommentar verfassen